Thymari

Ein Ferienhaus auf Kos, das ökologisch arbeitet und sich wirtschaftlich trägt.

Das Vorhaben

Ich plane auf Kos ein Ferienhaus. Grundstück und Technik werden von Anfang an so ausgelegt, dass später zwei weitere Häuser dazukommen können. Das Projekt soll einen Beitrag zu einem nachhaltigen Tourismus auf der Insel leisten — und zeigen, dass sich das wirtschaftlich trägt.

Das Haus erzeugt seinen Strom selbst. Es nutzt Wasser mehrfach. Es ist so gebaut, dass die Hitze draußen bleibt. Und eine Steuerung sorgt dafür, dass Strom und Wasser gar nicht erst unnötig verbraucht werden. Ökologie ist hier keine Zutat, sondern die Bauweise selbst.

Der Maßstab ist bewusst klein. Ein einzelnes Haus verändert nichts an der Bilanz einer Insel. Es kann aber zeigen, was möglich ist — und sich übertragen lassen.

Positionierung

Das erste Haus hat rund 80 Quadratmeter und zwei Schlafzimmer. Darin liegt auch der Technikraum, der später die weiteren Häuser mit versorgen kann. Zwei kleinere Häuser mit je einem Schlafzimmer können folgen.

Das Haus richtet sich an Gäste, die Ruhe, Naturnähe und gute Gestaltung suchen und dafür bereit sind, etwas mehr zu zahlen. Kos bringt für diese Gäste viel mit: eine abwechslungsreiche Landschaft, eine lange Geschichte, gute Erreichbarkeit und eine Saison, die weit über den Hochsommer hinausreicht. Ein kleines, hochwertiges Angebot in diesem Segment ergänzt das bestehende Tourismusangebot der Insel.

Das Haus wird überwiegend vermietet. Einen Teil des Jahres werde ich selbst dort verbringen.

Das ökologische Kernkonzept

Bauweise und Hülle

Holzkonstruktion, außen verputzt, mit hinterlüfteter Dämmebene. Flachdächer mit großen Überständen, berechnet nach dem Sonnenstand, ergänzt um bewegliche außenliegende Verschattung. Speichermasse in Boden und Gebäudekern. Errichtet mit griechischen Herstellern und lokalen Handwerkern — Waldbrandrisiko in Materialwahl und Freihaltung berücksichtigt.

Energie

Photovoltaik auf Dach und Carport, ausgelegt auf den eigenen Verbrauch. Sonneneinstrahlung und Kühlbedarf haben dasselbe Maximum. Batteriespeicher und vorausschauendes Kühlen überbrücken den Abend. Wärmepumpen für Kühlung, Heizung und Warmwasser; Entfeuchtung ist von Beginn an eingeplant. Netz bleibt als Rückfallebene angeschlossen.

Wasser

Zielwert unter 120 Liter pro Gast und Nacht. Sparsame Armaturen und Leckageerkennung. Grauwasser aus Duschen und Waschbecken versorgt WC-Spülung und Bewässerung. Regenwasser-Zisterne für Nebensaison und Bewässerung, zugleich Löschwasserreserve. Kondensat aus Kühlung und Entfeuchtung wird genutzt. Abwasser wird aufbereitet und zur Bewässerung verwendet.

Außenraum

Landschaft statt Garten. Heimische, trockenheitsangepasste Pflanzen — Thymian, Salbei, Rosmarin, Oliven. Kein Rasen, Tropfbewässerung aus dem eigenen Kreislauf. Beschattete Terrassen und Pergolen sind auf Kos der eigentliche Aufenthaltsort.

Steuerung

Eine lokale Gebäudesteuerung verbindet Kühlung, Lüftung, Verschattung und Warmwasser mit Stromerzeugung und Wetterlage. Nachtlüftung nur, wenn außen kühler und trockener ist als innen. Für Gäste bleibt die Technik unsichtbar; bei Ausfall funktionieren Licht, Kühlung und Wasser weiter.

Wohnklima

Ein Gebäude, das sich tagsüber kaum aufheizt, braucht abends keine Klimaanlage, die auf Hochtouren läuft. Gleichmäßige Temperaturen statt kalter Zugluft, kontrollierte Luftfeuchte, ruhige Technik, beschattete Außenbereiche. Gutes Wohnklima ist hier kein Nebenprodukt, sondern der sichtbarste Teil des Ansatzes.

Zusammenarbeit vor Ort

Gäste eines einzelnen Ferienhauses essen in den Tavernen und kaufen im Ort ein. Gebaut wird möglichst mit griechischen Herstellern und lokalen Handwerkern.

Das Haus ist technisch auch für April, Mai und Oktober ausgelegt. Es erzeugt seinen Strom überwiegend selbst und kommt mit wenig Wasser aus.

Die gemessenen Verbrauchswerte — Strom, Wasser, Eigenversorgungsanteil je Gastnacht — veröffentliche ich auf einer eigenen Webseite, zusammen mit den technischen Erfahrungen aus Bau und Betrieb: was sich bewährt hat und was nicht. Wer Ähnliches vorhat, soll darauf aufbauen können.

Was ich für das Grundstück suche

  • Etwa 2.000 bis 4.000 m², bebaubar, ganzjährig befahrbare Zufahrt — groß genug für den späteren Ausbau auf drei Häuser
  • Strom- und Wasseranschluss, schnelles Internet erreichbar
  • Möglichkeit einer Ost-West-Ausrichtung der Gebäude
  • Platz für Zisterne, Kläranlage und Photovoltaik
  • Ausreichend Abstand zu Durchgangsstraßen und großen Hotelanlagen
  • Abstand zu dichtem Baumbestand, zweiter Fluchtweg

Zeithorizont

  • 2026-2027Grundstückssuche
  • 2028Planung und Genehmigung
  • 2029Bau
  • 2030Eröffnung zur Saison

Gebaut wird in Stufen: zuerst das Haus mit zwei Schlafzimmern, dann die beiden kleineren. Die Infrastruktur für den vollen Ausbau — Leitungen, Technikraum, Reserveflächen, Anschlüsse — entsteht aber von Anfang an, weil sich das später nicht nachholen lässt.

Kontakt

Für Hinweise, Erfahrungen und Kontakte vor Ort bin ich dankbar.

thymari@eisenschmid.eu